Vor und nach dem Krieg

Die Vorkriegsjahre

Bereits 1933 besuchte der junge Verein das Oberwalliser Musikfest in Zermatt. Mit der Ouverture aus der Oper „Norma“ von Bellini traten sie mit klopfenden Herzen erstmals vor ein grösseres Publikum. Der Beifall war gross. So war es nicht verwunderlich, dass die Musikanten aus Mund in den folgenden Jahren regelmässig an den Oberwalliser Musikfesten teilnahmen.

Stehend von links: Siegfried Pfammatter, Julius Studer, Marcel Pfaffen, Vitus Pfammatter, Anton Noll, Alfred Zenklusen, Dionys Pfammatter, Alfred Imstepf, Ernst Jossen (Fähnrich), Johann Pfammatter d. F., Stefan Pfaffen, Alfred Nanzer, Johann Zuber, Viktor Jossen, Leo Stupf, Emanuel Imstepf

Kniend von links: Felix Pfammatter, Albin Pfaffen, Meinrad Zenklusen, Ludwig Fercher, Katharina Zurwerra, Oswald Jeitziner, Ferdinand Pfammatter, Josef Pfammatter, Alfred Studer

 

Kriegsjahre 1939 – 1943

In den Kriegsjahren 1939-1943 wurde es in Mund wie in vielen Gegenden im Oberwallis still um die Musik. Der Verein zählte maximum 20 Mitglieder, die grösstenteils im Dienste des Vaterlandes standen. Es war kaum möglich, Übungen abzuhalten und Auftritte durchzuführen.

 

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg

Erst im Jahre 1944 kam unter der Führung von Präsident Alfred lmstepf wieder frischer Wind ins Musikleben. Die Inkraftsetzung der Statuten, die von den damals 35 Mitgliedern handschriftlich anerkannt wurden, unterstrich den festen Willen der Musikanten, diszipliniert und mutig in die Zukunft zu schreiten. Am 13. Februar 1944 setzt auch die Protokollführung der Musikgesellschaft ein. Verfasser der ersten Protokolle war Stupf Leo. Er eröffnet die Protokollierung mit einem gefühlvollen Gesang auf die Kraft der Musik:

Die erste Seite des Protokolls

Musik

Du himmlisches Gebilde
Voll hoher Macht, voll süsser Milde
Wir fühlen doppelt tief dein Walten
Wenn uns ein Leid das Herz gespalten
Der Schmerzenswogen wirres Drängen
Es glättet sich vor deinen Klängen
Besänftigt all, die Fluten ziehen
Ins weite Meer der Harmonien
Wie Orgelton, wie Meereswogen
Kommt dann der Trost ins Herz gezogen
Und stillt der Seele wildes Sehnen
Und löst das Weh in milde Tränen

August Seiffert